Die erste Woche ist geschafft

Hallo meine lieben Leserinnen und Leser, liebe Follower und Interessierte.

Es ist geschafft, die erste Woche ist überstanden und nach anfänglichen, heftigen ersten Tagen, beruhigt sich mein Magen zunehmend und freundet sich mit dem Ballon an.

Ich konnte mittlerweile die dritte Nacht in Folge durchschlafen und hab immer seltener nachts mit Sodbrennen zu kämpfen. Das beruhigt extrem, denn wenn man laufend diesen ätzenden Geschmack im Halse spürt, weil die Säure hochkommt, kann man nicht wirklich beruhigt und entspannt schlafen. Wie gesagt, ich teste, probiere und forsche an meinem neuen Leben. Was geht, was geht überhaupt nicht und was eventuell noch nicht.

Hierbei sind mir ein paar sehr interessante Dinge aufgefallen. Ich hasse natürliches Mineralwasser, bzw. Stilles Wasser oder wie in unserem Fall Leitungswasser. Ich bekomme es einfach kaum runter. Es schmeckt wie totes Wasser und es ekelt mich förmlich an. Also habe ich entgegen aller Ratschläge doch wieder mit dem Sodasprudler einen Schuss Kohlensäure meinem Leitungswasser hinzugefügt. Überall liest und hört man, dass Kohlensäure mit Magenballon zu vermeiden wäre. Ich kann es allerdings gut vertragen. Es kommt nicht hoch, ich muss nicht aufstoßen und vertrage es hervorragend. Versetzt mit dem Saft einer Bio Zitrone, oder etwas purem Apfeldirektsaft, als ganz leichte Schorle im Verhältnis 1 zu 3, bin ich endlich wieder fähig, mehr Flüssigkeit zu mir nehmen zu können.

Überhaupt ist es so eine Sache mit der ausreichenden Flüssigkeitseinnahme. Da ich sehr bewusst aufschreibe, was ich esse und trinke, um ungefähre Werte hierfür zu zum Vergleich zu haben, stelle ich fest, dass ich nicht wesentlich über einen Liter Flüssigkeit pro Tag hinaus komme. Gestern habe ich es das erste Mal geschafft, 1350 ml zu trinken. Mir ist bewusst, dass das noch viel zu wenig ist.

Aber der Magenballon füllt den Magen sehr aus. Ich kann auch bisher nicht mehr als höchstens 3 Esslöffel breiige Kost essen. Dann ist absolut Schluss. Egal ob festere oder flüssigere Nahrung, alles dauert und so sitzt man wirklich mehr als eine halbe Stunde, um die drei Löffel zu verzehren. Genau so ist es auch beim trinken eines Glases Wassers. Ich schaffe es nicht mehr als 2-3 kleine Schlucke Wasser hintereinander zu trinken. Dann bin ich plötzlich so pappsatt, als hätte ich 2-3 volle Gläser getrunken.

Eine weitere Sache, die mir dieser Tage auffällt ist, ich vertrage plötzlich keine Tees mehr. Egal ob Kräuter-, Früchte- oder Schwarztee. Selbst grüner Tee fängt sofort an, ein unbehagliches Sodbrennen zu verursachen. Ich habe das Gefühl der Ballon ekelt sich vor dem lauwarmen Tee und fängt an im Magen zu rotieren. Von daher ist es momentan noch schwer, eine Frühstücksvariante zum Trinken zu finden, da ich ja auch meinen heißgeliebten Kaffee verzichten muss.

Einen seltsam ekelhaften Geschmack hatte ich gestern auch noch bei dem Versuch, eine Orangensaftschorle zu trinken. Ich fand den Geschmack so widerlich, dass ich ihn nicht über die Lippen bringen konnte. Das wäre mir bis letzte Woche nie passiert, denn ein Glas Orangensaft ging bei mir immer.

So habe ich in der vergangenen Woche viel neues entdeckt und einen Ritt durch die Apokalypse der Gefühlswelt durchschritten. Die Waage zeigte heute morgen, exakt nach einer Woche, einen Stand von 103,3 Kilogramm. Das sind ein Gewichtsverlust von 7 Kilogramm.

Zugegeben, durch den schlechten Kreislauf und der mangelnden Bewegung der letzten Tage, fange ich sehr schnell an zu frieren. Ich bekomme regelrechte Schüttelfrostanfälle und mir wird im Nu eiskalt in den Gliedern. Wie gerne würde ich in solchen Momenten einen heißen Tee trinken! Geht aber leider bisher noch nicht. Ich helfe mir dann mit einer dünnen Gemüsebrühe über die Zeit und hülle mich in meine Kuscheldecken ein.

Gestern war ich auch zum ersten Mal wieder draußen. Mein Freund und ich spazierten einmal bei dem schönen sonnigen Herbstwetter durch meinen Kiez. Wir hangelten uns von Parkbank zu Parkbank, besuchten unterwegs kurz ein paar Freunde und besonders ich genoss die frische Luft und die wärmende Sonne.

Ich werde von nun an im Wochenrhythmus hier einen neuen Beitrag posten und Euch an meinem Weg teilhaben lassen. Dabei werde ich jeweils die vergangene Woche Revue passieren lassen und Euch auch meine Daten und Fakten mitteilen.

Wer keinen Bericht verpassen möchte, kann gerne jederzeit meinen Blog abonnieren und wird immer sofort automatisch über meine neuen Posts informiert.

Bis nächste Woche also,

Euer Stephan

Autor: Die Anonymen Ukuleliker

Hallo, wir sind die Kultband aus Berlin!

5 Kommentare zu „Die erste Woche ist geschafft“

  1. Ich freue mich sehr, dass du diesen Blog verfasst!
    Ich habe meinen Termin diese Woche der Implantation und es beruhigt mich irgendwie, auch gerade die schlimmen, verschiedenen Phase die du durchmachst zu lesen.
    Nur wenig Leute berichten ausführlich über ihre Erfahrungen mit einem Magenballon, sodass dieser Blog sich ein bisschen anfühlt, wie Unterricht – in einer guten Art und Weise.
    Ich freue mich wöchentlich von dir zu lesen und den Weg ein Stück weit online gemeinsam zu gehen.

    Liebe Grüße und alles Gute!

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Mareike,
      ich freue mich auch sehr, wenn Dir mein Blog gefällt.
      Mir ging es da vielleicht wie dir in der Anfangsphase, dass man versucht soviel wie möglich an Informationen und Erfahrungsberichte heran zu kommen. Leider enden die Berichte meist sehr schnell, oder sind einfach nicht Aussagekräftig genug.

      Von daher, auch wenn es wirklich nicht immer leicht fällt, ALLES zu posten, war es mir wichtig alle Seiten der Erfahrungen zu berichten.

      Ich freue mich, wenn wir vielleicht in Kontakt bleiben könnten und uns gegenseitig Mut machen können. Ich poste auch regelmäßig bei den Rezepten und gebe genaue Mengenangaben, damit man weiß, was man so in der ersten Zeit überhaupt für neue Mengen benötigt und was helfen kann.

      Ich drücke dir gaaaaanz doll die Daumen und wünsche dir alle Kraft der Welt für DEINE erste Woche!!!
      Lass dich nicht entmutigen! Halte die Schüssel stehts in deiner Nähe und bleib die erste Woche zu Hause! Das hat mir sehr geholfen!
      besorge dir genügend große Kissen für eine aufrechtere Position beim Schlafen, auch das lindert so manchen Reflux.
      Besorg dir Gaviscon gegen Sodbrennen. Ich bevorzugte hier die Kautablettenvariante.
      Mein Arzt empfahl mir heute auch Basica Pulver, was den gleichen Effekt hat.

      Halt mich auf dem Laufenden und berichte mal, wann dein Eingriff stattfindet.
      Liebe Grüße
      Stephan

      Gefällt 1 Person

  2. Hallo Stephan,
    auch mir gefällt dein Blog ausgezeichnet. Nicht nur, dass er grafisch klasse aufgemacht ist, sondern auch, dass du dir unendlich Mühe gibst, Gefühle, Mengen und seelisches Befinden eingängig zu beschreiben.
    Als Hang zum Perfektionismus liebe ich deine Mengen-Angaben. Eines meiner Hobbys ist das Verfassen von Rezepten der „Guten Küche“. Was mich selbst bei guten Köchinnen oder Köchen nervt, ist die oft fehlende Angabe der Portionen-Anzahl oder die Mengenangaben von Zutaten. Bei dir ist man da bestens versorgt. Sehr sympathisch!
    Deine Experimentierfreudigkeit ist beachtlich und offensichtlich tut dir Zitronensaft sehr gut? Erstaunlich ist deine Sensibilität in Bezug auf Gerüche. So signalisiert dir bereits ein aufsteigender Duft unter der Nase, mit hoher Präzision, wie dein Magen reagiert. Erstaunlich.
    Für dein weiteres Bemühen wünsche ich dir zunehmende Erfolgserlebnisse. Es ist spannend deine Berichte zu erfahren.Danke auch dafür.

    Gruß Wolfgang

    Gefällt 1 Person

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