Projekt-Wende

Der Spatz ist tot, lang lebe der Spatz!

Liebe Leserinnen und Leser, verehrte Follower und Interessierte am Magenballon,

nach kurzer, heftiger Tragdauer und einem sehr kurzem, aber sehr intensiven Eigenleben, hat mich mein Hoffnungsträger Magenballon heute plötzlich und unerwartet verlassen. Um 08:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit wurde mir der Spatz 3 unter erneuter Narkose entnommen.

Zu groß waren die Diskrepanzen. Mein Körper hat sich 22 sehr lange Tage mit allen Mitteln gegen den Eindringling gewehrt und heute gewonnen. Wie Ihr in all meinen Berichten lesen konntet, habe ich sehr lange mit mir gerungen und heftigste Abwehrreaktionen meines Körpers leidend hingenommen. Ich habe in den letzten 22 Tagen weniger als 5.000 Kalorien zu mir genommen und mich mehr als 57 mal übergeben. 14 Kilogramm Körpergewicht habe ich in dieser Zeit verloren, das sind sage und schreibe 56 Päckchen Butter!!! Oder anders ausgedrückt, habe ich mehr als 1/3 der geplanten 35 Kilo bereits verloren. Allerdings in 22 Tagen und nicht wie geplant, in 12 Monaten.

Wie Ihr auf dem obigen Foto unschwer erkennen könnt, ist der Spatz 3 schon ein ziemlich großer Brocken und lag genau an der Stelle, wo Ihr ihn an meinem Körper sehen könnt. Er lag dort eingebettet mit samt dem kleinen Schlauch, der zum Be- und Entfüllen der Flüssigkeit dient.

Dank eines guten Hinweises von meinem eifrigem Leser Wolfgang, dem ich an dieser Stelle herzlichst für den Tipp danken möchte, habe ich meinen Doc heute darum gebeten, mir den entnommenen Spatz zu überlassen. Ich werde ihn erneut mit blauer Flüssigkeit, insgesamt 500 ml, füllen und ihn in einem Gießharzblock für die Ewigkeit versenken. So kann er mir noch auf unbegrenzte Zeit als Mahnmal dienen und mich an die härtesten drei Wochen meines Lebens erinnern. Er soll mir aufzeigen, welche Strapazen ich für den Gewichtsverlust auf mich nahm und welch große Narben er in dieser kurzen Zeit, auf meiner Seele hinterlassen hat.

Dennoch hat jede Medaille 2 Seiten.

Der Ballon hat mir nicht nur diesen raschen Gewichtsverlust verschafft, sondern auch viele Anregungen und intensive Auseinandersetzungen mit meinem Essverhalten in Gang gesetzt. Ich habe plötzlich ein lang verloren gegangenes Gefühl wieder entdeckt. Das Sättigungsgefühl. Genau das ist seit dem Spatz wieder eingetroffen. Ich habe gelernt, Signale meines Magens zu hören und zu spüren und das es mir besser geht, wenn ich auf diese Signale höre.

In all den Stunden meines Leidens habe ich mich so oft gefragt was mich stets dazu bewogen hat, ständig über mein Hungergefühl hinaus zu essen. Welche Auslöser brachten mich dazu so schnell zu essen und die Nahrung kaum genug zu kauen und zu erschmecken. Welche Befriedung hatte ich bei den Schlemmerorgien und welche Genüsse sind mir durch mein Verhalten dabei entgangen?

Ich weiß, ich habe die von mir erwählte „Krücke“ nun nicht mehr im Bauch, die mich daran hindern sollte, zu viel zu essen. Aber ich weiß auch, dass diese Krücke in 12 Monaten auch nicht mehr zur Verfügung gestanden hätte und ich dann genau wie jetzt, auf mein „Bauchgefühl“ und meinen wachen Verstand hören muss.

Ich werde also dieses Projekt nicht daran scheitern lassen, dass der Magenballon jetzt schon wieder raus ist, denn ehrlich gesagt, es ging mir mit diesen Ballon mittlerweile an die Gesundheit und ich riskierte dauerhafte Schäden davon tragen zu können.

Mein Arzt stellte beim Entnehmen des Ballons fest, dass ich einer der sehr seltenen Fälle bin, die den Ballon nicht vertragen. Mein Magen hat über reagiert und mein zunehmender Verfall hat mich fast in eine absolute Mangelernährung mit allen Folgeschäden geführt. Ich habe an Hand meiner Ernährungstagebücher ausgerechnet, dass ich zusammen mit den Getränken auf nicht einmal 5.000 Kalorien in 22 Tagen gekommen bin. Geht man davon aus, dass ich bei einem Tagesbedarf von ca. 2.700 Kalorien mindestens 1.800 pro Tag hätte zuführen müssen, macht das ein Defizit von insgesamt 34.600 Kalorien!

Das kann nicht gesund sein!!!!

Mein Projekt Magenballon hatte zum Ziel, in 12 Monaten 35 Kilo zu verlieren, um meine Leber vor der Zirrhose zu retten.

Allein mit dem Magenballon wäre es ein leichtes gewesen, dieses Ziel zu erreichen. Was danach kommt, ob ich dann auch das Gewicht ohne Ballon hätte halten können, wäre die weitaus größere Herausforderung gewesen.

Jetzt sind die Weichen gelegt und ich bin schon längst auf dem Weg zum Ziel. Ich habe bereits mehr als 1/3 meines Wunschgewichts verloren und bekomme nun die Chance, es auch ohne Ballon zu schaffen. Mit eiserner Disziplin und all den Erfahrungen der letzten 22 Tage habe ich genauso die Chance, mein Ziel zu erreichen. Dafür werde ich weiter kämpfen und mit neuem Mut den nächsten Abschnitt meines Weges gehen. Ohne Hilfsmittel wie Magenverkleinerung, Magenverstümmelung oder Magenblockierung!

Eine Ernährungsberatung ist mittlerweile angeheuert und wir starten in kürze mit den Sitzungen. Des Weiteren habe ich mich heute für eine psychologische Verhaltenstherapie im Ernährungsbereich beworben und sondiere gerade geeignete Psychologen aus.

Einen weiteren Schritt habe ich heute ebenso erneut aktiviert und mir alle Unterlagen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. zurecht gelegt. Mit den Thesen dieser Gesellschaft, die das Handvollprinzip propagiert, wird einem als gesunde Portionsgrößen die eigene Hand vorgeschlagen. Ich werde hierüber in einem meiner nächsten Berichte noch viel genauer eingehen, denn der Weg diese Art von Abmessung der Portionen hilft einem enorm weiter.

Außerdem ist mir längst bewusst, dass ein weiterer Faktor den Erfolg enorm steigern und stabilisieren kann. Die Bewegung, bzw. der Sport! Viel zu lange habe ich mich auf der Couch herumgelümmelt und viel zu selten aufgerafft, meinen Alabasterkörper an die frische Luft zu bewegen. Das wird sich jetzt ändern, denn dank der 14 bereits verlorenen Kilo merke ich plötzlich, dass es sich schon viel leichter bewegen lässt. Ich muss längst nicht mehr so keuchen und schnaufen und nach Luft ringen, wenn ich die drei Stockwerke meines Altbauhauses zur Wohnung hinauf gehe.

Dank Corona, habe ich schon im März meine BVG Jahreskarte für den öffentlichen Nahverkehr gekündigt und mir ein Fahrrad zugelegt. Ich habe also vor, nicht nur die täglichen 2 Kilometer zur Arbeit zu radeln, sondern zusätzlich noch 2 mal wöchentlich ein paar Extratouren damit zu fahren.

Alles in Allem sind das die weiteren Pläne für die nächsten 11 Monate, um mein Ziel zu erreichen. Auch ohne Magenballon!

Mir geht es seit der Ziehung des Ballons übrigens von Stunde zu Stunde besser und ich stecke wieder voller Lebenskraft, statt im Delirium. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, welch Hochgenuss es heute für mich war, nach so langer Zeit endlich mal wieder mehr als einen Bissen essen zu können und mit Leichtigkeit eine Flüssigkeitszufuhr von über 2 Litern zu erreichen.

Der Magen hat sich sehr schnell beruhigt und ich hatte weder Magengrummeln, noch Refluxbeschwerden. So freue ich mich nun auf eine erholsame und störungsfreie Nacht und freue mich, Euch in der kommenden Zeit an meinem Weg teilhaben zu lassen.

Abonniert meinen Blog, das könnt Ihr rechts in der Leiste mit der Eintragung Eurer E-Mailadresse vornehmen und Ihr verpasst keinen neuen Eintrag mehr.

Gerne dürft Ihr auch weiterhin Kommentare hinterlassen und mit mir in den Austausch treten. Vielleicht habt Ihr ja auch noch ein paar Ideen, wie ich mein Ziel noch leichter erreichen kann oder ob ich den Blog nun umbenennen soll, da es den Magenballon ja jetzt nur noch im Acrylblock auf meinem Schreibtisch und nicht in meinem Magen gibt! Fotos davon werde ich Euch später noch präsentieren.

Bis dahin also,

bleibt gesund! Euer Stephan

Autor: Die Anonymen Ukuleliker

Hallo, wir sind die Kultband aus Berlin!

6 Kommentare zu „Projekt-Wende“

  1. Hallo Stephan,
    ich hab meine Ballon am 18. bekommen und bin erst jetzt dazu gekommen wieder auf deinem Blog vorbei zu schauen.
    Es tut mir wahnsinnig leid für dich (dein Geld, deine Gesundheit) dass sich deine Reise mit dem Ballon so schlecht entwickelt hat. Die Entscheidung zur Entnahme des Ballons kann ich komplett verstehen, bei deinen Schilderungen!
    Ich traue mich fast gar nicht zu erzählen, wie es mir in den letzten 12 Tagen ergangen ist.
    Während der ersten 3-4 Tage hatte ich ab und zu leichte Krämpfe und gar kein Sodbrennen. Ich konnte zwar nur wenig trinken, habe aber Fresubin Flüssignahrung zu mir genommen und auch gut behalten. Insgesamt habe ich in den 12 Tage nun 4 mal erbrochen. 2 mal in den ersten 3 Tagen und dann noch jeweils einmal nachts in der letzten Woche. Dies war jedoch glaube ich dem ausprobieren der Verträglichkeit mit Wasser mit Kohlensäure geschuldet.
    Ansonsten geht es mir wirklich gut und ich kann ganz normal (natürlich in sehr kleinen Portionen) essen.
    Aktuell sind 6,5 KG runter, wovon natürlich mit Sicherheit ein Großteil Wasser ist, aber auf der Waage macht es doch ein gutes Gefühl anstatt der 120 eine 113,5 zu sehen. 🙂

    Ich wünsche dir eine schnelle Genesung von deinen Qualen und ganz viel Motivation und Durchhaltevermögen für den weiteren Weg ohne den Spatz!

    Liebe Grüße
    Mareike

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    1. Liebe Mareike,
      zunächst einmal herzlichen Dank für Deine lieben Worte! Es freut mich sehr zu hören, dass Du Deinen Ballon so gut verträgst. Es macht mich schon ein bisschen neidisch und ich hätte mir das so sehr auch von meinem Ballon gewünscht.
      Leider bin ich einer, dem das Glück nicht so oft zu teil wird, aber was nicht ist, kann ich auch nicht erzwingen.
      Ich werde diesen Blog trotzdem weiter schreiben und nicht aufgeben. Mittlerweile habe ich von vielen gehört, dass sie sich zwar den Ballon wünschen, aber ihn sich nicht leisten können, bzw. sich dann doch nicht trauen, einen legen zu lassen.
      All diese Menschen suchen mehr oder weniger verzweifelt nach einem Weg, ihr Ziel zu erreichen und benötigen Hilfe und Motivation.
      Diesem Wunsch möchte ich mit diesem Blog nachkommen. Gebt nicht auf, auch wenn Euer Vorhaben vorerst gescheitert ist, so wie bei mir.
      Hinfallen ist erlaubt! Liegenbleiben ist verboten! Also aufstehen, Krönchen richten und weiter gehen.
      Wenn eine Tür zufällt, gibt es garantiert irgendwo noch anderer Türen, die auch zum Ziel führen.
      Ich habe mir in den Kopf gesetzt, der Menschheit etwas Gutes zurück zu geben und nutze meine Erfahrungen und Erlebnisse, zu denen auch scheitern und Fehltritte dazu gehören und biete sie hier an.
      Ich würde mich sehr freuen, wenn wir über diesen Blog in Kontakt bleiben und Du gerne immer mal wieder von Deinen Erfahrungen berichtest. Und wer weiß, vielleicht findest Du ja in meinem Blog auch Tipps und Wege, die Dir auf Deinem Weg hilfreich sein können. Egal ob jetzt in der Phase mit Deinem Ballon oder für die Zeit danach.

      Bis dahin wünsche ich dir viel Erfolg und bleib gesund!

      Liebe Grüße aus Berlin
      Stephan

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  2. Lieber Stephan,

    da ich nun so richtig ausgiebig und in Ruhe deinen Spatz betrachten kann, muss ich sagen: „GOTT SEI DANK“. Dieses Monstrum möchte ich nie und nimmer in meinem Bauch herumtragen. Wenn ich mir vor Augen halte, dass es womöglich nicht ganz gefüllt sein könnte und seine Flüssigkeit bei jedem Schritt hin- und herschwappt, wird mir übel.
    Ich habe gestern zu vorgerückter Stunde als Abendessen einen kleinen Rest gemischtes Hackfleisch mit frischen Champignons und etwas Zwiebeln angebraten und genüsslich verspeist. (damit Hack und Pilze nicht verderben 😉 Der anhaltende Magendruck danach war heftig. Dabei ging es mengenbezogen um schätzungsweise 80 bis 100 Gramm.
    Aber lassen wir das und legen diesen lästigen Spaß zur Seite.
    Mir gefällt dein unverwüstlicher Optimismus! In Gedanken höre ich dich sagen: „ . . . und jetzt erst recht!“ Dein zeitliches Ziel beträgt jetzt zwar nur noch 11 Monate, aber das ist noch immer ausreichend, eine gehörige Gewichtsreduzierung zu stemmen. Nur liegt eben in der Dauer die Last, aber dieser wirst du eine optimale Ernährungsweise und einen gesteigerten Bewegungsaktionismus entgegensetzen. Die beiden sind in der Tat das beste Mittel, das Wohlfühlgewicht zu schaffen und zu halten.
    Die „Handvoll“ ist ein großartiges Maß. Allerdings erfordert der Verzehr dieser „Handvoll“ auch die notwenige Zeit, bis der Magen die Sattmeldung signalisiert. Das schöne daran ist, dass sie mit Verlässlichkeit kommt. Sehr vieles im Leben würde sich anders entwickeln, würden wir dem Geschehen die notwendige Zeit der Reifung lassen.
    Im Geiste stelle ich mir vor, wie du an einem stürmischen, verregneten Novembermorgen deinen Drahtesel besteigst, um zur Arbeit zu fahren. Vorausschauend hast du einen wetterfesten Umhang besorgt, der selbst vom stärksten Herbststurm nicht weggeblasen werden kann. Und dann . . . ja, dann bist du am Arbeitsplatz und deine erste Handlung wird der frisch gebrühte Tee sein, der – vorsichtig geschlürft, deine Lebensgeister beflügelt und dich gewärmt in den Tag begleitet.
    Was deine durch den Spatz beflügelte Gewichtsabnahme betrifft, möchte ich dich nicht demotivieren, wenn ich prognostiziere, dass diese vielleicht eine kurze, ungewollte Pause machen könnte. Der außerplanmäßige Flüssigkeitsverlust wird dafür sorgen. Du wirst das wegstecken und die Nase in die richtige Richtung halten, davon bin ich überzeugt. Deine Feststellung „ . . . ohne Hilfsmittel wie Magenverkleinerung, Magenblockierung und Magenverstümmelung“ lasse ich mal vorsichtshalber unkommentiert 😉
    Die Großherzigkeit, deinen Spatz selbst noch im Leiden zu preisen, nämlich dass er dir einen solch gewaltigen Gewichtsverlust bescherte und auch dafür, dass er dich zu weiterführenden Gedanken zu deinem Essverhalten animiert hat, ist bewundernswert. Nicht umsonst schriebst du von der zweiten Seite der Medaille. Über das Sättigungsgefühl, das du dem Spatz zuordnest, sollten wir vielleicht in 6 bis 8 Wochen nochmal reden. Jedenfalls wünsche ich auch dazu Beständigkeit.
    Ach ja, zum Schluss . . . Lieber Stephan, du hast in deinen Eingangsausführungen dem Spatz Gedanken gewidmet, die ja unweigerlich an die Trauernachrichten der Tageszeitung erinnern. Insofern freue ich mich, dass die meine Anregung zur „Verewigung in Acryl“ aufnehmen willst. Lass uns, als deine treuen Blog-Konsumenten, diesen Kubus im Bild sehen (eventuell mit einer Vase darauf, mit Chrysanthemen oder so  ).
    Herzlich Wolfgang

    Gefällt 1 Person

    1. Lieber Wolfgang,
      hab 1.000 Dank für deine wieder sehr wohltuenden Worte und Wünsche! Ich freu mich direkt immer schon im Voraus, wenn ich einen Beitrag verfasse, wie dein Kommentar dazu ankommt.

      Es bereitet mir größtes Vergnügen zu wissen, dass dieser Blog so regen Zuspruch findet. Ich habe mittlerweile mehr als 240 Follower und die Besucherzahlen schießen gerade in den letzten Tagen in Höhe. Was besonders auffällt, es gibt tatsächlich Leser aus vielen Teilen Europas und von Übersee.

      Auch wenn das Projekt Magenballon nun eine Wende genommen hat, bin ich doch sehr gewillt, den Blog unbedingt fortzuführen, denn ich bekomme immer mehr Zuschriften von Leuten, die ähnliche Probleme mit dem Spatz hatten. Von daher finde ich es enorm wichtig, dass endlich mal einer die ganze Wahrheit darüber postet und aufzeigt, wie es auch negativ laufen kann.
      Außerdem möchte Mut machen, dass man sein Ziel auch ohne Ballon erreichen kann, wenn man genügend Durchhaltevermögen an den Tag legt.

      Ich wünsche Dir also alles Gute und verspreche Dir, dass ich am Ball bleibe! *fettgrinz

      Und nun radle ich zum Bastelladen, um Gießharz zu besorgen, damit ich den Spatzen dingfest für die Nachwelt machen kann.

      Liebe Grüße

      Stephan

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  3. Haaaaaaaaaaaaaalt, Stephan, den Spatz noch nicht verewigen! Wir müssen reden! Doch zunächst ein bisschen Musik, weil mit Musik ja alles besser geht !

    Sodele, jetzt zur Sache.
    Also lieber Stephan, ich hoffe sehr, dass der Spatz noch nicht im ewigen Acryl versenkt ist, denn so wie ich dessen Bild gesehen habe , ist der Kerl doch ziemlich farblos ( was ja auch kein Wunder ist bei dieser Anstrengung)  .
    Deshalb plädiere ich für eine farbige Füllung, damit im klaren Acryl seine ganze Pracht und Ausstrahlung bewundert werden kann. Ich tendiere für die Farbe SCHWARZ, nicht als Zeichen der Trauer, sondern wegen des Kontrasts. Es geht aber auch ein schönes Königsblau.( Le roi est mort . . . ) Bevor er dann auf ewig fixiert ist, sollte man ihn noch mit einem winzigen Schnäbelchen ausstatten. Am besten schneidet man vom Tetra-Brik einer Milchpackung ein kleines Dreieck an der linken oder rechten Seite ab und klebt dieses mit Sekundenkleber seitlich an den Spatz. (etwa links oben, so ca. bei 10 Uhr 30, ROT wäre übrigens sehr gut).
    Dort, wo Spatzen ihre Ausscheidungsöffnung haben, könnte man tatsächlich einen sechser-Angelhaken anbringen, der mit einem dünnen Bindfaden senkrecht nach oben verbunden ist und die Rettungsnabelschnur symbolisiert.
    Eine andere Möglichkeit wäre das System „Ewige Rotation“. Du hast sicher schon in der Öffentlichkeit solche Brunnen gesehen, bei der sich eine zentnerschwere Steinkugel in Wasser dreht? Das wäre zwar „schick“ und sicher irgend wie authentisch, aber diesbezüglich kann ich technisch nicht weiterhelfen, deshalb tendiere ich zum System „Acryl“.
    Was ich noch sagen wollte. Mein erster Eindruck, als ich das Portrait von Spatz vor deinem T-Shirt sah, war „Der sieht aus wie ein Kuheuter“. Der dahinterliegende Buchstabe der Aufschrift deines Shirts vermittelte den Eindruck von Zitzen eines Kuheuters. (fachlich: Strichen)
    Es ist ja nicht so, dass ich dir den Spatz vermiesen will und auch wegen seiner Kosten solltest du die Lebensfreude nicht verlieren. Ich z.B. hätte tolle Ideen, wie er mit horrenden Erträgen höchst attraktiv in Szene gesetzt werden könnte. Momentan ist wahrscheinlich dein einziger Trost, dass du IHN in der Phase der reduzierten Mehrwertsteuer erworben hast, aber dieser kleine Vorteil könnte bald einem unendlich größeren weichen. Wie das geht? Vielleicht beim nächsten Kommentar, wenn du willst.
    Lieben Gruß an dich und deine Fans sendet Wolfgang

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo lieber Wolfgang,
      zunächst einmal herzlichen Dank für den tollen Tipp mit der Musikauswahl! Ich musste doch schon sehr schmunzeln und konnte mir vor meinem geistigen Auge direkt dein schelmisches Grinsen vorstellen, als du den Link dazu hier eingefügt hast.

      Der Spatz ist noch nicht eingegossen, er liegt momentan noch im Regal neben der Kugel, in die er dann rein soll. Es war gar nicht so einfach, ein Behältnis zu finden, in dem der Spatz dann in voller Pracht zur Geltung kommt.
      Mein Bruder arbeitet im medizinischen Bereich und erklärte mir, er könne mir eine Speziallösung besorgen, die in Royal-Blau daher kommt. Diese wird in NACL Lösung hinein gegeben, um zu sehen, ob innere Nähte wirklich dicht vernäht sind. Die Lösung färbt die NACL Lösung sehr tiefblau ein und ist sehr gut sichtbar.

      So bekommt der Spatz, im übrigen wird er ja, alsbald er im Mageninneren ist, wieder eine blaue Farbe.
      So gefüllt wird er also in eine Kugel eingebettet. Das ganze ähnelt dann einer Schneekugel, die auf einer Seite flach bleibt, damit Sie nicht aus dem Regal oder vom Schreibtisch rollen wird.

      Eine genaue Anleitung und Schritt für Schritt Bilder werden dann hier selbstredend gepostet.
      So danke ich dir ein weiteres Mal für deine Gedanken und freue mich auf regen Austausch weiterhin.

      Liebe Grüße Stephan

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