Da bin ich wieder, es geht weiter!

Hallo liebe Leserinnen und Leser, verehrte Interessenten am Projekt Magenballon.

Ich weiß, es ist mittlerweile schon einige Zeit vergangen, seit meinem letzten Bericht und ich hatte Euch versprochen, fleißig weiter zu posten.

Ehrlich gesagt war ich in den vergangen vier Wochen in einer Sinnkriese und habe lange überlegt, wie es hier weitergehen kann. Der Magenballon ist draußen, das Trauma mit all der Kotzerei und der damit verbundenen Dramatik überwunden und meine Suche nach einem Weg, wie es weitergehen kann, ist gefunden. Also gibt es wieder neue Posts von mir, damit die ganz treuen Fans weiter informiert bleiben.

Wie im letzten Bericht zu lesen war, habe ich, um meinen durch den Ballon erzwungenen Gewichtsverlust zu halten, streng auf meine Kalorienzufuhr geachtet. Ich genehmigte mir nicht mehr als 1200 Kalorien pro Tag. Penetrant schrieb ich in einer App jedes Gramm an Lebensmittel auf, das ich gegessen habe. Ich notierte jedes Getränk und meine ganze Kraft wurde in das Projekt Gewichtsabnahme gesteckt. Ich fing an mich wie ein wilder darauf zu konzentrieren, wie ich meinen Alltag umgestalten könnte, um endlich mehr Bewegung für eine erhöhte Kalorienverbrennung in Gang zu bringen.

Die Endtäuschung, dass ich den Magenballon als einer der ganz wenigen Menschen nicht vertragen habe, dass ich das Projekt mit der „Krücke“ zum erheblichen Gewichtsverlust so frühzeitig abbrechen musste, ist mir erst einige Tage später bewusst geworden. Sicher war ich heilfroh, dass ich endlich wieder etwas essen konnte und nicht alles wieder aus mir heraus befördert wurde, noch ehe es verdaut war. Der Kreislauf stabilisierte sich und ich wurde zunehmend klarer im Kopf.

Warum hat es nicht funktioniert? Wieso musste ich einer der wenigen sein, die das so ausgereifte und langbewehrte Material nicht vertragen können? Ist es mein Schicksal dick zu sein? Hat mein Karma es so vorbestimmt, dass meine Leber frühzeitig wegen der Fettleibigkeit zur Zirrhose kommt? Ich habe so vieles in meinem Leben geschafft und erreicht und habe mich sehr oft hart dazu durchkämpfen müssen! Soll es also nun so sein, dass ich daran scheitere, mein Gewicht in ein gesundes Level zu bugsieren und dort zu halten? Fragen über Fragen, die ich mir stellte und nicht fähig war meine Gedanken mit Euch hier zu teilen.

Eines ist mir in dieser ganzen Zeit klar geworden, ein Aufgeben lasse ich nicht zu! Mein Wille, mein Leben durch eine gesunde Lebensweise und einem gesunden Verhalten so lange als möglich in Takt zu halten, ist stärker denn je.

Ich nutze die Kraft der verlorenen 14 Kilogramm als Antrieb. Seit dem der Bauch schon um einiges geschrumpft ist, kann ich mich nicht nur viel besser bücken und bekomme viel besser Luft beim Treppensteigen, sondern bin so hochmotiviert, dass ich mehr und mehr beginne mich zu bewegen. Ich fahre wesentlich mehr Fahrrad und laufe viel mehr Schritte jeden Tag als noch zuvor.

Was sich außerdem geändert hat, ist meine Ernährung. Das Kalorienzählen habe ich eingestellt. Mir wurde im Vorhinein schon von der Krankenkasse eine Ernährungsberatung genehmigt. Diese hat nun endlich begonnen und läuft, auf Grund von Corona, virtuell im Videochat statt. Hier wurde mir erklärt, dass mein striktes Kalorienzählen eher kontraproduktiv ist. Mein Fehler war es, nicht mehr als 1200 Kalorien pro Tag zu mir zu nehmen. Damit versetze ich meinen Körper lediglich in einen „Sparmodus“ und er speichert so viel Energie, als möglich ab, um die Hungerkriese zu überstehen. Bei einem Grundumsatz von 2500 Kalorien pro Tag, sollte man Minimum auf ca. 1800 Kalorien kommen. Außerdem wäre es mich, meine Leber und der Gichtproblematik besser einen eher Kohlenhydratarmen Ernährungsplan einzuhalten.

Folgenden Ernährungsplan haben wir für mich aufgestellt:

Frühstück:

250g Magerquark oder fettarmer Joghurt

(verdünnt mit fettarmer Milch)

4 EL Haferflocken

1 Hand voll Obst

1 Hand voll Nüsse

oder:

2 handtellergroße Scheiben Vollkornbrot

wenig Fett (besser Senf oder Tomatenmark statt Fett)

Mageren Käse oder fettarme Wust wie Schinken

Mittagessen und Abendessen sind bei mir gleich:

Pro Mahlzeit:

300 Gramm Gemüse

250 – 350 Gramm Fleisch

200 Gramm Proteine / Eiweis (etwa Mozerella oder Fetakäse, bzw. Hüttenkäse oder Saure Sahne)

Salat ist jederzeit erlaubt.

Keine Zwischenmahlzeiten. (Wenn der Hunger doch zu groß ist, dann Rohkost wie Möhre, Gurge oder Paprika)

Als Abwechslung im Plan gilt:

1 mal pro Woche rotes Fleisch

2 mal pro Woche weißes Fleisch

2 mal pro Woche Fisch

1 mal pro Woche Hülsenfrüchte

1 mal pro Woche Vegetarisch

ABER:

Nur zwei mal pro Monat sind Gerichte mit Kartoffeln, bzw. Nudeln oder Reis erlaubt!

Zwischen den Mahlzeiten sollten mindestens 4 Stunden fasten liegen!

Keine zuckerhaltigen Getränke! Kein Alkohl!

TÄGLICH VIEL BEWEGUNG !!!

Mit diesem neuen Speiseplan und meinem Willen, auch ohne Magenballon weiter zu machen starte ich also in einen neuen Abschnitt!

Verzeiht mir, wenn ich nicht mehr jede Woche schreibe, aber bleibt dran und verfolgt meinen Weg, der so spannend anfing.

Ich werde auch weiterhin in regelmäßig unregelmäßigen Abständen Erfolge und Neues berichten. Versprochen!

Am besten Ihr abonniert meinen Blog, dann bekommt Ihr automatisch Bescheid, sobald ich es Neues gibt!

Danke für Eure Geduld

Euer Stephan

Autor: Die Anonymen Ukuleliker

Hallo, wir sind die Kultband aus Berlin!

Ein Gedanke zu „Da bin ich wieder, es geht weiter!“

  1. Lieber Stephan,
    Gott sei Dank, du lebst! Das ist die Hauptsache.
    Dein heutiger Beitrag gefällt mir sehr viel besser, als alle Beiträge zuvor, auch wenn diese mit sehr viel Humor gewürzt waren. Er ist nach allem was die Adipositas-Forschung bislang erarbeitet hat, sehr viel näher an einer langfristigen Machbarkeit, als der Plan „Spatz“.
    Ich weiß nicht, wer dir eingebläut hat, dass du einer der wenigen seist, der den Ballon nicht vertrüge und damit auch einer der wenigen, die diese angeblich so eingängige Methode nicht erfolgreich vollziehen könnte.
    Wenn dem so wäre, wäre jeder ein Depp, der sich den Magen operieren lässt. Nein, Stephan, ich will dich nicht maßregeln, aber die Adipositas-Forschung hat mit einem Plan Spatz absolut nichts am Hut u. es scheint mir in gewissen Kreisen eine Modeerscheinung zu sein, diese Art der Gewichtsabnahme zu verherrlichen. Sicher, wäre ich freier Gastro-Enterologe, würde ich auch für bestimmte Maßnahmen werben und gewiss würde ich jedem, dem es wie dir ging, klarmachen, dass er der erste sei, der mir in meiner langjährigen Praxis blah, blah, blah . . .
    Doch lassen wir diesen Schnee vom vergangenen Jahr. Immerhin hast du eine bedeutende Gewichtsabnahme zu verzeichnen und diese ist eine sehr gute Grundlage um darauf aufzubauen, was du ja schon bereits machst.
    Die ganze Schnippelei an den Mägen heiße ich nur insofern gut, als dass sie einen „Auslöser“ darstellt, in einer Situation, bei der der langsame Weg zu frustrierend sein würde, als dass man ihn über Jahre praktizieren kann, um dann von Adipositas 3 auf Adipositas 2 zu kommen.
    Mit anderen Worten, wer eine morbide Adipositas mit sich herumschleppt, wird es mit einem Ernährungsplan kaum schaffen auf ein Normalgewicht zu kommen. Bei dir, Stephan, ist keine Adipositas der höchsten „Gewichtsklasse“ vorhanden. Insofern scheint mir dein Ernährungsplan durchaus machbar und absolut sinnvoll.
    Dein/e Ernährungsberater/in dürfte Recht haben, wenn er/sie bei einer Ernährung von 1.200 Kcal. von Mangelernährung spricht. Das muss schiefgehen, denn es entsteht dann sehr schnell Heißhunger und Gelüste, die befriedigt sein wollen.
    Deine derzeitige Ernährung lässt sich wunderbar variieren. Nach dem was du bisher geschrieben hast, könnte ich mir vorstellen, dass du dir gleichwertige Alternativen einfallen lässt, die ich dann auch gerne übernehmen möchte. Also lass hören wie alles läuft.
    Ganz zum Schluss noch ein kleiner Hinweis meinerseits. Da ich mich zur Nacht nicht mit Fleisch belasten möchte, esse ich es möglichst zu Mittag. Abends freue ich mich auf einen Proteinbrei, bestehend aus Proteinpulver, eingerührt in halb Milch halb Wasser und versetzt mit Leinsamenschrot. So ist auch eine normale Stuhlpassage gewährleistet.
    Viel Erfolg und lass von dir hören
    Wolfgang

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